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Die Araber im Heiligen Land – Einheimische oder Fremde?

Posted in Gaza, Islam, Israel, Jordanien on 27. Dezember 2012 by derwille

von Dr. Harry Mandelbaum

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten praktisch keine Araber im Heiligen Land. Historisch betrachtet hat ein „palästinensisches“ Volk niemals existiert. Der englische Name „Palestine“ (=Palästina) wurde erst nach der Gründung des Staates Israel 1948 von den Arabern für sich beansprucht. Denn die arabische Sprache kennt keine eigene Bezeichnung für die dortigen arabischen Bewohner. Die Araber, die jetzt von sich behaupten, Einheimische des Heiligen Landes zu sein, sind erst ab 1917/18 aus den benachbarten arabischen Ländern nach Palästina eingewandert und haben das Land besetzt. Dem Großteil der Welt ist nicht bekannt, dass die „palästinensischen“ Araber ihren Anspruch auf das Heilige Land auf den kurzen Zeitraum von nur 30 Jahren gründen (1918 – 1948).

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten praktisch keine moslemischen Araber im Heiligen Land. Im Gegensatz dazu waren die Juden, trotz 2000 – jähriger Verfolgung durch zahlreiche Eroberer, den Großteil der Geschichte hindurch die Mehrheitsbevölkerung. In Jerusalem stellten Juden immer die größte demographische Gruppe, außer zu den Zeiten, in denen Eroberer eigens sie vertrieben und an der Rückkehr hinderten.

Als General Allenby, der Kommandeur der britischen Streitkräfte, um 1917/18 Palästina eroberte, wohnten nur wenige tausend moslemischer Araber im ganzen Heiligen Land. Die meisten Araber waren Christen, und die meisten Moslems der Gegend stammten entweder aus der Türkei, oder sie waren die Nachkommen von Juden und Christen, die unter den moslemischen Eroberern zwangsweise zum Islam konvertiert waren. Diese Moslems hatten keine arabische Herkunft.

Touristen und Politiker, Araber und Nicht-Araber gleichermaßen, habe ihre Beobachtungen über die Bevölkerung des Heiligen Landes seit mehr als 1000 Jahren dokumentiert.

  • Der Historiker James Parker schrieb: „Während des ersten Jahrhunderts nach der arabischen Eroberung (670-740 A.D.), herrschten die Kalifen und Gouverneure über Syrien und das Heilige Land ausschließlich über christliche und jüdische Untertanen. Abgesehen von den Beduinen waren in den frühesten Tagen der arabischen Eroberung, die einzigen Araber westlich des Jordan die Garnisonen.“
  • Im Jahr 985 klagte der arabische Schriftsteller Muqaddasi: „In der Moschee sind keine Anbeter… Die Juden stellen die Mehrheit der Bevölkerung Jerusalems.“
  • Im Jahr 1695 stellte der holländische Gelehrte Adriaan Reland, Philologe und Kartograph eine Dokumentation vorhandener Quellen zusammen: Die Namen der Siedlungen sind meist hebräisch, einige griechisch und einige lateinisch-römisch. Keine Siedlung hat einen ursprünglich moslemisch-arabischen Namen mit historischer Gründung an dieser Stätte. Die meisten der Einwohner der Städte sind Juden, die anderen Christen. Die Araber sind vorwiegend Christen, eine kleine Minderheit Moslems. In Nazareth lebten ungefähr 700 Menschen – alles Christen. In Gaza lebten ungefähr 550 Menschen – die Hälfte von ihnen Juden, die anderen Christen. Der Ort Um-El Phachem war eine Ortschaft, in der 10 Familien lebten – alle waren Christen. Reland beschreibt sämtliche moslemischen Araber als nomadisch lebende Beduinen, die in der Gegend jeweils als Saisonarbeiter eintrafen.
  • 1835 schrieb Alphonse de Lamartine: „Außerhalb der Stadt Jerusalem sahen wir kein lebendes Wesen, hörten keinen lebenden Klang… Ein vollständiges ewiges Schweigen regiert… auf den Landwegen, im Lande.“
  • 1844 schrieb William Thackeray über die Straße, die von Jaffa nach Jerusalem führt: „Diese Gegend ist gänzlich verlassen, und man reitet entlang einer Landschaft, die sich ausnimmt wie viele versteinerte Wasserfälle. Wie sahen keine Tiere entlang des steinigen Wegs; kaum ein dutzend kleiner Vögel während der ganzen Zeit unserer Reise.“
  • Im Jahr 1857 berichtete der britische Konsul in Palästina, James Finn: „Das Land ist in einem beträchtlichen Maße leer jedweder Bewohner, und daher besteht die größte Notwendigkeit darin, dass es bevölkert wird.“
  • Im Jahr 1866 schrieb W. M. Thomson: „Wie melancholisch ist diese äußerste Verödung. Nicht ein Haus, nicht die Spur einer Bevölkerung, nicht einmal Schafhirten, um die trübe Monotonie aufzuhellen… Der Großteil des Landes, durch das wir eine Woche lang reisten, scheint niemals bewohnt gewesen zu sein, nicht einmal je bebaut worden zu sein – und es gibt noch andere Landesteile, die, so hört man, sogar noch öder sind.“
  • 1867 bereiste Mark Twain, – Samuel Clemens, der berühmte Autor von „Huckleberry Finn“ und „Tom Sawyer“ das Heilige Land. Er beschrieb das Land wie folgt: „Es gab auf der ganzen Wegstrecke keine einzige Ortschaft; nicht 30 Meilen weit in jede Richtung …. Man kann 10 Meilen weit reiten und keinen 10 menschlichen Wesen begegnen … Nazareth ist trostlos … Jericho eine vergammelnde Ruine … Bethlehem und Bethanien sind in ihrer Armut und Erniedrigung … unbewohnt von jedweder lebenden Kreatur … Ein trostloses Land, dessen Boden reich genug wäre, das aber völlig dem Unkraut preisgegeben ist. Eine weite schweigende, trauernde Fläche. Wir sahen nicht ein einziges menschliches Wesen auf der ganzen Wegstrecke. Es gab kaum einen Baum oder einen Strauch irgendwo. Selbst der Olivenbaum und der Kaktus, diese beständigen Freunde eines wertlosen Bodens haben das Land fast vollständig verlassen.“
  • Im Jahr 1874 schrieb der Pfarrer Samuel Manning: „Aber wo waren die Bewohner? Diese fruchtbare Ebene, die eine große Bevölkerung ernähren könnte, ist fast eine menschenleere Einsamkeit … Tag für Tag erfuhren wir erneut die Lektion, dass die alten Prophezeiungen sich bis ins Detail erfüllt haben — „Das Land ist zur Trümmerstätte, zum Entsetzen und zum Fluch geworden, ohne Bewohner, wie es an diesem Tag ist.“ (Jeremia, Kapitel 44, Vers 22)“
  • 1892 schrieb B. W. Johnson: „Im Großteil der Ebene zwischen dem Berg Karmel und Jaffa sieht man kaum je eine Ortschaft oder ein anderes Anzeichen menschlichen Lebens … Nach einer weiteren halben Stunde gelangten wir zu den Ruinen der alten Stadt Cäsarea, der ehemaligen römischen Hauptstadt von Palästina, in der einst 200.000 Einwohner gelebt hatten, die aber nun vollkommen verlassen ist … In der Nacht ruhte ich auf meinem Lager und hörte das Klagen der Meereswellen und dachte an die Trostlosigkeit rings um uns her.“
  • Im Jahr 1913 zitiert die Mitteilung der britischen Palestinian Royal Commission einen Bericht, der die Bedingungen entlang der Küstenebene am Mittelmeer beschreibt: „Die Straße, die von Gaza nach Norden führt, ist nur im Sommer ein begehbarer Pfad, geeignet für den Transport mittels Kamelen oder Karren. Keine Orangenhaine, Obstgärten oder Weingärten sind vorhanden, bis man das jüdische Dorf Yabna erreicht. Die Häuser bestehen aus Lehm. Es gibt keine Schulen. Der westliche Teil zum Meer hin ist wie eine Wüste. Die Orte in dieser Gegend sind wenige und spärlich bevölkert. Viele Dörfer sind von ihren Einwohnern verlassen worden.“

Wir haben gesehen, dass arabische Historiker und ausländische Beobachter dokumentierten, dass das Land die gesamte Geschichte hindurch bis 1917 verlassen war; es gab keine moslemischen Araber in den Städten außerhalb Jerusalems; und Zahl der moslemischen Araber (zu unterscheiden von den ottomanischen Moslems oder den christlichen Arabern) war gering, die meisten von ihnen waren nomadische Beduinen.

Indem die Briten 1917/18 dem ottomanischen Reich das Heilige Land wegnahmen, war das Land nicht länger unter moslemischer Kontrolle. Da der Koran den Moslems gebietet, den Nicht-Moslems Land wegzunehmen – einschließlich des Landes, das niemals zuvor moslemisch war – geschah im Fall des Heiligen Landes nach der britischen Eroberung folgendes: Die moslemischen Araber starteten eine massive Einwanderungswelle in das Heilige Land. Dadurch erfüllten sie ihre religiöse Pflicht, so viel fremdes Land wie möglich in Besitz zu nehmen. Die folgenden Berichte beschreiben die massive arabische Einwanderung nach 1918:

  • Im Jahr 1930/31, schrieb Lewis French, der britische Direktor der Entwicklungsabteilung über die Araber in Palästina: „Wir fanden das Land bewohnt von Fellachen (arabische Bauern), die in Lehmhütten lebten und an der verbreiteten Malaria litten … Weite Gebiete waren nicht bepflanzt … Die Fellachen, wenn sie nicht selbst Viehdiebe waren, waren immer bereit, diese und andere Kriminelle bei sich aufzunehmen. Die jeweiligen Landparzellen kamen jährlich in andere Hände. Es gab wenig öffentliche Sicherheit, und das Los der Fellachen war eine Abfolge von Plünderung und Erpressung durch ihre Nachbarn, die Beduinen (arabische Nomaden).“
  • Die britische Hope-Simpson Kommission empfahl 1930, die illegale arabische Einwanderung aus den benachbarten arabischen Ländern zu beenden.
  • Der britische Gouverneur des Sinai (1922-36) berichtete im Palästina Royal Commission Report: „Diese illegale Einwanderung ging nicht nur aus dem Sinai vor sich, sondern auch aus Transjordanien und Syrien.“
  • Der Gouverneur des syrischen Distrikts Hauran, Tewfik Bey El Hurani gab 1934 zu, dass innerhalb weniger Monate über 30.000 Syrer aus Hauran nach Palästina hinüber gezogen waren.
  • Winston Churchill erklärte 1939, dass „die Araber, weit davon entfernt, verfolgt zu werden, tatsächlich in das Land nur so hineingeströmt sind, so dass ihre Bevölkerungszahl mehr angestiegen ist, als selbst alle Juden der Welt die jüdische Bevölkerungszahl ansteigen lassen könnten.“

Die arabische Bevölkerung des Heiligen Landes nahm nur wegen der massiven Einwanderung aus den benachbarten arabischen Ländern zu. Vor 1918, als die arabische Einwanderung startete, lebte nur eine winzige Zahl moslemischer Araber im Heiligen Land, und praktisch alle von ihnen wohnten in Jerusalem. Das ist der Grund, warum es so schwierig ist, einen bejahrten Araber im Heiligen Land zu finden, dessen Großeltern schon im Heiligen Land geboren wurden.

Der Name „Palästina“ bzw. „Palästinenser“ ist eine Latinisierung des hebräischen biblischen Namens der alten „Philister“ — auf Hebräisch „Plishtim“. Übersetzt bedeutet dieser Name nichts anders als „Invasoren“ oder „Besatzer“. Die Philister stammten von den Mittelmeerinseln bei Griechenland und kamen vor ungefähr 4000 Jahren ins Land. Seit etwa 2000 Jahren sind die Philister ausgestorben. Es besteht keine historische Verwandtschaft oder sonstige Beziehung zu den Arabern.

Die Ottomanen nannten das Heilige Land, während ihrer 400 Jahre dauernden Herrschaft bis 1917, nicht „Palästina“. Die Briten entschieden sich, diesen alten Begriff aufzugreifen und nannten das Land „Palästina“. Die örtlichen Araber selbst nannten sich niemals „Palästinenser“, nicht einmal während des britischen Mandats. Auch die arabischen und britischen Führer bezogen sich auf sie nur als „Araber“, wie der Hope-Simpson Bericht, den die Briten 1930 veröffentlichten, zeigt.

Mit dem Ende des britischen Mandats und mit der Ausrufung des Staates Israel im Jahr 1948 gingen 30 Jahre arabischer Einwanderung zu Ende. In diesem Jahr erkannten die Araber die Tatsache an, dass sie fremdes Land besetzt hatten und erfanden für sich selbst einen Namen, der aus dem Englischen stammte — „Palästinenser“. (Anm. Dies heißt von der ursprünglichen Wortbedeutung her „Invasoren“ oder „Besatzer“).

Diese Araber, die sich selbst nach 1948 als „die palästinensische Nation“ bezeichneten, haben in ihrer arabischen Sprache keinen Namen, weil sie keine einheitliche Gruppe oder Nation sind, noch es jemals waren. Historisch gesehen, hat ein „palästinensisches“ Volk niemals existiert. Selbst arabische Führer und Historiker haben zugegeben, dass ein „palästinensisches“ Volk niemals existiert hat. Zum Beispiel:

  • 1937 teilte der arabische Führer Auni Bey Abdul Hadi der Peel Kommission mit: „Es gibt kein Land namens Palästina. Palästina ist ein Ausdruck, den die Zionisten erfunden haben. Palästina ist uns fremd.“
  • Im Jahr 1946 sagte der arabische Professor für Nahöstliche Geschichte an der Universität Princeton, Philip Hitti, dem angloamerikanischen Untersuchungskomitee: „Es ist Allgemeinwissen, das es so etwas wie Palästina in der Geschichte niemals gab.“
  • Im März 1977, sagte Zahir Muhsein, ein leitendes Mitglied der PLO, in einem Interview mit der holländischen Zeitung Trouw: „Das „palästinensische Volk“ existiert nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur Mittel zum Zweck für unseren Kampf gegen den Staat Israel.“
  • Walid Shoebat, ein früherer PLO Terrorist erkannte, dass er für eine Lüge kämpfte: „Wir betrachteten uns selbst als Jordanier bis die Juden nach Jerusalem zurückkehrten. Dann waren wir plötzlich Palästinenser. Sie entfernten den Stern von der jordanischen Flagge und ganz plötzlich hatten wir eine palästinensische Flagge.“
  • Der syrische Diktator Hafez Assad sagte: „Es gibt so etwas wie das palästinensische Volk nicht, es gibt kein palästinensisches Ganzes.“

Die Araber, die nun beanspruchen, Einheimische des Heiligen Landes zu sein, sind aus den benachbarten arabischen Ländern nach Palästina eingewandert und haben das Land besetzt. Vorwiegend kamen sie aus den Gebieten, die nun als Ägypten, Jordanien, Syrien, Libanon, Kuwait, Saudi Arabien und Irak bekannt sind.

In ihrer Propaganda fordern die Araber, die sich nun selbst „Palästinenser“ nennen, beständig, dass Israel und die Welt ihre Ansprüche „vor 1948“ anerkennen. Das ist nun etwas über 60 Jahre her. Mysteriöserweise sind diese Araber aber nicht bereit, für ihren „historischen“ Anspruch auf das Heilige Land noch weitere 60 Jahre zurück zu gehen. Sie wissen nämlich sehr gut, dass sie dies dorthin zurückschicken würde, von woher sie gekommen sind – nach Jordanien, Syrien, Ägypten, Libanon, Kuwait, Saudi Arabien und dem Irak. Vor Jahren, während der Verhandlungen mit den, so genannten, Palästinensern machte ein israelischer Unterhändler den Vorschlag, den Anspruch auf die Rechte „vor 1948“ abzuändern, und mit dem Anspruch auf die Rechte „vor 1917“ zu ersetzen. Die „Palästinenser“ leisteten diesem Vorschlag heftigen Widerstand. Nun wissen wir auch warum.

Das wirkliche Problem, dem diese Araber heute gegenüberstehen, ist nicht der Mangel an einem Heimatland. Die historische Wurzel ihres Problems und ihrer Enttäuschung ist die Tatsache, dass die Länder, aus denen sie stammen, sie nicht mehr zurückkehren lassen. Das ist der Grund, warum so viele von ihnen, bis zum heutigen Tag, in den arabischen Ländern in Flüchtlingslagern leben und keine Bürgerrechte haben. In ihrer Enttäuschung sehen sie es als ihre einzige Hoffnung an, ein Land zu stehlen. Ihre Vorstellung von Gerechtigkeit ist es, dorthin zurück zu kehren, wo ihre Vorfahren weniger als 30 Jahre lang lebten. Gemäß derselben Definition ist ihre Rückkehr dorthin, wo ihre Vorfahren hunderte oder tausende von Jahren gelebt haben, eine höhere Gerechtigkeit.

Die Geschichte beweist, dass ein Bevölkerungsaustausch bei Konflikten zwischen Moslems und Nicht-Moslems die einzig mögliche Lösung ist, wenn es gilt, Krieg zu vermeiden. Der Koran enthält mehr als 100 Verse mit dem Befehl, dass Moslems gegen Nicht-Moslems Krieg führen sollen. Andere Verse gebieten Moslems, den Nicht-Moslems Kopf und Hände abzuschneiden, sie zu ängstigen und zu töten. Wieder andere Verse gebieten den Moslems, den Nicht-Moslems das Land wegzunehmen. Moslems wird auch verboten, auf nicht-moslemischem Land in Frieden mit Nicht-Moslems zu leben. Jedem Moslem, der es vermeidet, gegen Nicht-Moslems zu kämpfen, wird Bestrafung angedroht. Aufgrund dieser religiösen Gebote gibt es keine Hoffnung, dass Moslems jemals mit Nicht-Moslems friedlich zusammen leben können. Zeitabschnitte der Ruhe sind nichts als eine Wartezeit – ein abwartendes Lauern im Hinterhalt – ein Warten auf die Gelegenheit zum Zuschlagen. 1923 endete der Krieg zwischen der Türkei und Griechenland erst, als beide Seiten einem Bevölkerungsaustausch von mehr als zwei Millionen Moslems und griechisch-orthodoxen Christen zustimmten. Das gleiche geschah 1947 mit mehr als 14 Millionen Moslems, Hindus und Sikhs in Indien, Pakistan und Bangladesh.

Mehr als 800.000 Juden wurden aus den arabischen Ländern vertrieben; etwa 600.000 zogen nach Israel und 200.000 zogen in andere Länder. Die zweite Hälfte dieses jüdisch-moslemischen Bevölkerungsaustausches würde darin bestehen, dass nun auch die Moslems, die nach 1918 aus arabischen Ländern ins Heilige Land kamen, in diese zurückkehren. Wie jeder anhand von Landkarten leicht sehen kann, haben die arabisch-moslemischen Länder in einem Punkt gewiss keinen Mangel – an Land.

Goodbye Besatzungsmythos.

Posted in Gaza, Islam, Israel, Jordanien on 18. Juli 2012 by derwille

Sogar rein rechtlich betrachtet hat Israel niemals auch nur einen Fußbreit von Judäa oder Samaria besetzt gehalten.

Die Zeit der Besatzung von Judäa und Samaria ist in dieser Woche zu Ende gegangen. Endlich und endgültig. Ein Komitee unter dem Vorsitz des Richters Edmund Levy und weiterer hochrangiger Juristen ist hervorgetreten und hat festgestellt, dass Israel keine Besatzungsmacht in Judäa und Samaria ist; sondern vielmehr dessen rechtmäßiger Besitzer.

Diplomatisch gesehen ist dies eine problematische Aussage. Nichtjüdische Nationen werden nicht verstehen, wie die Erkenntnisse des Levy Komitees mit all jenen Aussagen von israelischer Seite übereinstimmen, die im vergangenen Jahrzehnt gemacht wurden, angefangen mit der Latrun Rede des früheren PM Sharon bis zur Bar-Ilan Rede des gegenwärtigen PM Netanyahu. Sie werden die Ergebnisse als betrügerischen Trick betrachten, der darauf abzielt, dass wir uns der moralischen Pflicht entziehen den wirklichen Eigentümern des Landes einen Staat zu gewähren. Nach ihrer Sichtweise ist dies seit Ewigkeiten arabisches Gebiet.

Obwohl jedes christliche Buchregal eine Bibel enthält, die das Gegenteil sagt, haben sogar die Juden selber diese allmählich mit einem anderen als heilig geltenden Buch ersetzt. Die zehn Gebote dieses anderen Buches enthalten Gebote wie z.B. „Zwei Staaten für zwei Völker!“, „Du sollst nicht besetzen!“, „Du sollst nicht siedeln!“ und so weiter. Das erschwert es, sich an den Levy Bericht zu gewöhnen.

Im Tat, dies könnte schwierig werden; aber was soll’s? Ein bedeutendes rechtliches Prinzip stellt klar, dass richterliche Entscheidungen nicht der Willkür der öffentlichen Meinung anzupassen sind. Die Rolle ehrenwerter Richter besteht eindeutig darin, Vorurteile oder verbreitete Lügen auszumerzen, wie zum Beispiel die Behauptung  bezüglich Israels Besatzung von Judäa und Samaria. Die sprachgewandten Redner des Friedenslagers haben diese Behauptung eifrig gepflegt. Sie haben ein falsches Image geschaffen und so getan als würde diese Sichtweise von allen Juristen der Welt geteilt werden, mit der Ausnahme ein paar bedeutungsloser Rechter hier und da.

Legales Vakuum

Das Levy Komitee hat diese falsche Darstellungsweise zerfallen und zerbrechen lassen. Es hat uns daran erinnert, dass Israel auch in rein rechtlicher Hinsicht nicht einen Fußbreit Bodens in Judäa und Samaria besetzt hält. Dieses Gebiet wurde uns vor weniger als 100 Jahren von dem wichtigsten internationalen Forum dieser Zeit, der San Remo Konferenz, versprochen. Ein palästinensischer Staat hat dort niemals existiert.

Die Jordanier haben dieses Gebiet im Jahr 1950 mit Gewalt annektiert, wobei fast niemand diese Übernahme zur Kenntnis nahm.

Von daher verhält es sich höchstens so, dass diese Region nun einem gewissen rechtlichen Vakuum gegenübersteht. Ausgehend von unseren historischen Rechten gibt es keinen moralischen Grund, uns davon abzuhalten dieses Vakuum zu füllen.

Als Meir Shamgar der Generalstaatsanwalt Israels war, hat er freiwillig die Genfer Konvention und die Hager Konvention in Judäa und Samaria anwenden lassen. Das war nicht das Zugeständnis einer Besatzung, sondern vielmehr eine humanitäre Geste an die Palästinenser. In jenen fernen Tagen herrschte darin Übereinstimmung, dass ein palästinensischer Staat eine irrwitzige und gefährliche Idee ist. Die Befürworter des Rückzugs argumentierten meist mit demographischen Argumenten.

Das Gerede von der Besatzung begann sich erst im Verlauf der Jahre zu entwickeln, als die demographische Bedrohung nicht ausreichte, um Kirjat Arba und den umliegenden Bezirk zu entwurzeln. Von einer historischen Perspektive aus gesehen, ist dieses Gerede eine ausgesprochen neue Angelegenheit. Wenn Benjamin Netanyahu die Schlussfolgerungen des Levy Komitees zügig übernimmt, dass wäre er in der Lage das Rad zurück zu drehen. Sein Englisch ist gut genug, auch die nichtjüdischen Nationen zu überzeugen.

http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4255005,00.html

In Wahrheit ist die Mordgier der Araber das Friedenshindernis, sagt ein Soldat, der in der [so genannten] West Bank gedient hat.

Posted in Extremismus, Gaza, Hamas, Islam, Israel on 7. Mai 2012 by derwille

 

Beerdigung der von jungen Arabern ermordeten Familie Fogel. 

 Vergangene Woche endete mein monatelanger Reservedienst in Judäa und Samaria; dies war seit meinem obligatorischen Dienst in der IDF mein erster Aufenthalt in diesen Gebieten. Wenn man ein paar Jahre älter geworden ist, dann verändert sich die Sichtweise. Man sieht die verschiedenen Umstände klarer und gelangt zu neuen Schlussfolgerungen. Vergesst alles, was man euch beigebracht hat: Von wegen Straßensperren, Kontrollen, Demütigungen, Apartheid. Ich bin einer anderen Realität begegnet und beschreibe nun meine Eindrücke. 

Jeder Mensch darf etwas anders als schockierend empfinden, entsprechend seiner Glaubensüberzeugung, seinen Moral- und Wertvorstellungen und seiner Weltsicht. Manche betrachten eine Militärpatrouille, die einen Palästinenser wegen einer Sicherheitsüberprüfung anhält, als moralisches Verbrechen und sind tief erschüttert. Ich ziehe es vor, wegen anderer Ursachen erschüttert und entsetzt zu sein.

Ich war erschüttert, als ich begriff, dass etliche Israelis ihr tägliches Leben unter beständiger Lebensgefahr führen, und dass eine jüdische Ortschaft von einem Zaun umgeben werden muss, damit deren Einwohner nicht niedergemetzelt werden.

 Plötzlich verstand ich, was wahrhaft entsetzlich ist: dass ich am abendlichen Beginn eines jüdischen Feiertages neben einem jüdischen Dorf in einem Versteck Wache halten musste, um den Mord an Juden durch die in der Nachbarschaft wohnende arabische Bevölkerung zu verhindern; denn, ein jüdischer Feiertag ist natürlich ein wunderbares Datum für Terrorgruppen, um den Juden noch etwas mehr Schmerz zuzufügen.

 Ich war erschüttert, zu erfahren, dass Juden nicht gestattet ist, im Tal unterhalb ihres Dorfes wandern zu gehen und dass sie die umliegenden Dörfer nicht betreten dürfen, weil sie diese nicht mehr lebendig verlassen würden. Und ich war erschüttert, zu erfahren, dass ihre Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist, und dass sie zu bestimmten Zeiten nicht einmal ihr Dorf verlassen dürfen. Sie leben unter der beständigen Bedrohung, gesteinigt, erschossen und gelyncht zu werden.

 Seit Jahren erzählt man uns die Lüge, dass unsere Anwesenheit dort das Hindernis für den Frieden wäre; gleichzeitig werden alle Arten seltsamer Entschuldigungen für den mörderischen Terror vorgebracht.

 Aber über das Massaker in Hebrons jüdischer Gemeinde im Jahr 1929, das sich ganze 38 Jahre vor der Eroberung von Judäa und Samaria ereignet hat, erzählt man uns nichts. Genauso wenig erzählt man uns, dass zwischen 1949 und 1956 mehr als 300 jüdische Zivilisten bei “palästinensischen” Terrorangriffen ermordet worden sind.

 Das Verhindern von Massenmord

Niemand erzählt uns, dass die palästinensische Befreiungsorganisation im Jahr 1964 gegründet wurde; das war drei Jahre bevor Judäa und Samaria unter dem Kommando des IDF Stabschefs Yitzhak Rabin erobert wurden.

 Jedes einzelne Gebiet, das bis zum heutigen Tag an die Palästinenser übergeben wurde, wurde anschließend mit einer Terror Infrastruktur ausgestattet. Und das jüngste Beispiel – die Evakuierung von Gush Katif – zeigt dies in der klarst möglichen und offenbarsten Art und Weise.

 Die Palästinenser entwickeln ihren Hass gegen Israel nicht wegen des Soldaten am Checkpoint. Dieses ist meine persönliche Überzeugung. Sie beziehen ihren Hass direkt vom Fernsehen, das die Palästinensische Autonomiebehörde und die Hamas ausstrahlen. In diesem Fernsehen werden Juden mit Affen und Schweinen verglichen, die getötet werden müssen. Sie beziehen ihren Hass von der Hetze in Moscheen, Schulen und von den Photos von “Märtyrern“, die jede Wand und jeden Platz in den arabischen Städten in Judäa und Samaria zieren.

 Sie holen ihren Antrieb zum Hassen von ihren palästinensischen Idolen, Marwan Barghouti und dem Massenmörder Yasser Arafat. Sie werden durch öffentliche Plätze und Fußballstadien inspiriert, die nach Terroristen benannt wurde; Jahrzehnte der Hetze und der Verrohung zeigen ihre Auswirkungen.

 Ich bedauere, dies feststellen zu müssen, aber die Gleichung ist schlicht und einfach die: Ohne unsere Anwesenheit dort, würden wir einen Massenmord an Juden durch die Hände der Araber erleben, gegen den die Morde von 1929 sich noch vergleichsweise geringfügig ausnehmen würden.

Es gibt keinen Zweifel daran, dass die Soldaten der IDF während ihres Dienstes in den Territorien komplizierten Situationen gegenüberstehen. Meine Kameraden und ich, die wir aufgerufen wurden, dort zu dienen, gingen nicht dorthin, um Blut zu vergießen, zu erniedrigen oder auf der Ehre der Palästinenser herumzutrampeln. Das Gegenteil ist der Fall. Wir wurden alle im Sinn der zionistischen Werte, Toleranz und dem Wunsch nach Frieden erzogen, gleichgültig ob die politischen Ansichten eher nach links oder rechts tendierten. Ich weiß dass die echten Linken keine radikalen Aktivisten oder gewalttätigen Anarchisten sind, die an Freitagen auf IDF Truppen Steine werfen. Für mich repräsentiert die wahre Linke: Rabin, möge er in Frieden ruhen, Zionismus, Aufbau und Freundschaft. Auch wenn wir politisch nicht in allem übereinstimmen, werden wir dennoch weiterhin Seite an Seite kämpfen.

 Und auch abgesehen von der politischen Debatte bin ich stolz in Judäa und Samaria zu dienen, Ich bin stolz, dass dank mir und meinen Mitreservisten, die Einwohner des Dorfes sicher Pessach feiern konnten, ohne ermordet zu werden. Ich bin stolz, dass die Straßensperre, an der ich gedient habe, verhindert hat, dass Messerstecher und Sprengstoff hinter die grüne Linie gelangen konnten. Ich bin auch stolz, dass meine Anwesenheit verhindert hat, dass Felsbrocken auf jüdische Autos geschleudert worden sind. Ich bin stolz, dass ich all diese Einsätze ausführen konnte, und so Morde und Schaden für Menschenleben verhindern konnte.

Yaniv Blumenfeld, 25, lebt in zentral Israel und dient bei den Fallschirmjägern.

Jetzt bestaetigt: Deutschland drohte Israel mit Stornierung des U-Boot-Deals um Geld fuer das neue Hamas-Fatach-Buednis freizupressen… Deutschland, wo stehst du?

Posted in Extremismus, Gaza, Hamas, Israel on 9. Dezember 2011 by derwille

Die Feindlichkeit der deutschen Regierung gegenueber Israel erreicht eine neue Stufe:

Es ist nicht das erste mal, dass Deutschland versucht, Israel gegen seine innersten Interessen zu erpressen, aber diesmal will man sich nicht nur mit irgendeiner Pseudogerechtigkeit gegenueber den ‘Palaestinensern’ einbringen, sondern unterstuetzt fast direkt die Hamas, die mit allen Mitteln die Vernichtung des Judenstaates sucht.

Herzlichen Glueckwunsch ‘historische Verantwortung’ – oder haben wir die nur falsch verstanden? Deutschland muss die Heuchlerei beseite legen und sich entscheiden: Freund Israels, oder Freund seiner Feinde…

Schon damals bekamen wir nur dank Wikileaks die fiese Fratze der deutschen Regierung hinter dem netten ‘israelfreundlichen Laecheln’ zu Gesicht:

Antiisraelischer als die Obama-Administration, deren Hillary Clinton sich gerade wieder – auch erst ohne Mikrofone – als antiisraelisch fixierte und von Fakten frei schwebende, uebertriebene ‘Kritikern’ Israels herausstellte, verlangte der Merkelvertraute Heusgen damals von den Amerikanern, Israel unter Druck zu setzen und es mit der westlichen Rueckendeckung in UNO-Abstimmungen zu erpressen.

Der angebliche Grund war damals der gleiche wie jetzt fuer diese letzte masslose und dreiste Einmischung in israelische Angelgenheiten und erneute Erpressung Israels: Der Bau von Wohnungen in vornehmlichen juedischen Wohngegenden.

Aber gehen wir es mal langsam an:

Die WELT war es, die als erste berichtete, dass die ploetzliche Umstimmung im israelischen Kabinett in Sachen Freigabe eingefrorener PA-Steuergelder, eng mit der Lieferung eines weiteren deutschen Dolphin-U-Boots verknuepft war, welche Deutschland nach verschiedenen Berichten zuvor erbost storniert hatte.

In Israel folgten dann einige Artikel, wie hier bei Ynet, und heute erst berichtete Benjamin Weinthal – der Berlin Korrespondent der Jerusalem Post, dass ungenannte deutsche Offizielle diese Verbindung bestaetigten. Kurz: Deutschland erpresste den juedischen Staat – schon wieder.

Aber gehen wir noch mal etwas zurueck. Was war da mit den ‘palaestinensischen Geldern’ los?

Die WELT schrieb dazu:

“Bei dem Geld handelt es sich um Steuereinnahmen aus den besetzten Gebieten, die Israel für die Autonomiebehörde eingetrieben, aber wegen des palästinensischen Antrags auf Vollmitgliedschaft in der Unesco nicht weitergereicht hat.”

 

Das ist nur teilweise zutreffend, denn waehrend eine urpruengliche Sperrung der Gelder wohl in Israel mit der vertrauensbrechenden und einseitigen UN-Attacke der PA begruendet wurde, sah das am Ende ganz anders aus:

Nach Berichten in Israel wollte man die Gelder – auch auf auslaendischen, sprich vor allem europaeischen, aber auch amerikanischen, Druck – wieder freigeben, da die PA sich in Sachen erzwungende ‘Palaestina’-Ausrufung durch die UN etwas zurueckzog und somit die Begruendung, sich gegen ‘einseitige Schritte’ der PA zu wenden, fuer manche nicht mehr ganz fasste.

Dann aber passierte etwas worueber die deutschen Medien auffaellig wenig, um nicht zu sagen so gut wie NICHTS, berichteten: Machmud Abbas – ich weigere mich seinen ‘Kampfnamen (denn gegen wen kaempft er wohl?) ‘Abu Masen’ als Standardbezeichnung zu verwenden – fuhr nach Kairo in das sich zusehens talibanisierende Aegypten um dort feierlich auf den Hamas-Chef Maschaal zu treffen, sich zu verbruedern und oeffentlich zu erklaeren, dass “keinerlei Meinungsverschiedenheiten” zwischen der ‘palaestinensischen’ Fuehrung in Judea und Samaria (‘Westbank’) und der antisemitischen, genozidalen, verbrecherischen Hamas bestehen.

Das war nicht nur ein weiterer ‘Alleingang’ der PA, sondern eine de facto Kriegserklaerung an Israel: Ein eins-zu-eins Buednis mit der Partei, die sich unsere kompromisslose Vernichtung ganz oben auf die Fahne geschrieben hat, kann keine partnerschaftlich-kritische Beziehung darstellen bzw. Verhaldung oder das Ueberweisen von Geldern weiter ermoeglichen.

Genau so sah es das israelische Kabinett offensichtlich auch und beschloss, die Gelder aufgrund der ploetzlichen Hamas-Ambitionen der PA doch nicht freizugeben und weiterhin zurueckzuhalten.

Aber dann – welch Wunder – ploetzlich, ohne dass irgendeine Aenderung auf der ‘palaestinensischen’ Seite zu erkennen war, wurden die Gelder vom selben Kabinett freigegen – nur Lieberman widersetzte sich oeffentlich gegen diese Frei-Haus-Ueberweisung “an Terroristen“.

Es scheint das Mysterium dieser Handlung, so inkosequent und so vollkommen gegen israelische Interessen und zum Wohle unserer grausamsten Feinde, ist jetzt gelueftet: Deutschland leisete der Hamas und Co. Schuetzenhilfe.

Die deutsche Regierung erpresste Israel mit der Auslieferung eines weiteren strategisch wichtigen U-Boots und machte es von den Ueberweisungen der Gelder an die (Hamas)-PA abhaengig.

Diese U-Boote sollen fuer Israel immens wichtig sein und ich persoenlich denke, dass die angebliche ‘nukleare Zweitschlagoption’ – wenn tatsaechlich vorhanden – nur eine von vielen wichtigen Missionsarten der kleinen aber qualitativ hochueberlgenden israelischen U-Boot-Flotte ist: Besonders in Sachen Informationsbeschaffung, Abfangen von feindlichen Waffenlieferungen, Geheimoperationen tief im Feindeland und fern, sehr fern, von Israel etc. sind sie wahrscheinlich Gold wert.

Deutschland weiss das sicher und weiss daher auch nur zu gut, wie man Israel effektiv gegen seine Interessen erpressen kann.

Juden in Jerusalem? – keine gute Idee fuer die deutsche Regierung

Die Frage ist, warum? Warum tut Deutschland das?

Der angeblich Grund sind Wohnungen. Ja, das schlimme Verbrechen Wohnungen zu bauen und diese dann auch noch von ortsansaessigen Juden erwerben zu lassen… Der U-Boot Deal soll urspruenlich wegen einigen hundert Wohnungen im Jerusalemer Stadtteil Gilo auf Eis gelegt worden sein.

Und ja, fuer die Gruenen war diese “Siedlungspolitik” nicht einmal mit der Kontoueberweisung an Hamas und Co. wettzumachen, sondern trotz allem wollten sie den boese Judenstaat abstrafen und das U-Boot – trotz Vereinbarungen – nicht ausliefern:

“Umso heftiger reagieren sie jetzt, da Merkel doch noch unterschrieben hat: „Die israelische Regierung hält nach wie vor an ihrer Siedlungspolitik fest und genehmigt ständig neue Wohneinheiten. Es ist daher ein falsches Signal, dass die Lieferung der U-Boote doch noch erfolgt“, sagt etwa die außenpolitische Sprecherin der Grünen, Kerstin Müller.”

 

Lassen wir jetzt mal die Siedlungsfrage allgemein aussen vor und gehen nur spezifisch auf die Geschichte im Jerusalemer Stadtteil Gilo ein, welche angeblich Israel fast um ein U-Boot gebracht haette:

Nicht nur, dass es noch Jahre dauern wird, bevor fuer dieses Projekt hier der erste Bagger zu schaufeln beginnt (und jeder Friedensfreund auf der anderen Seite bis dahin drei Friedesnabkommen abschliessen kann), ich finde die Frechheit der deutschen Regierung, Juden ein Recht auf Hausbau in Jerusalem abzusprechen, ist im internationalen Vergleich einfach einmalig.

Sagt mir doch, liebe Frau Merkel und Co., welches Volk auf dieser Erde auf irgendeine Stadt solch einen historischen, durchgehenden, kulturellen und religioesen Anspruch hat, wie das juedische auf Jerusalem? Juden duerfen Jerusalem viel eher ihre zu Hause und als ihre Stadt bezeichnen als Amerikaner Washington D.C., als Tuerken Istanbul, als ‘Syrer’ oder Araber Damaskus, als Deutsche Berlin.

Die atemberaubende Blindheit und antiisraelische Fixiertheit ist atemberaubend und quillt aus allen emotionalen Anfeindungen Berlins gegen unsere gewaehlte Regierung.

Wenn der deutschen Regierung angeblich etwas an unserer Existenz oder auch nur an unserem Recht auf eine solche lieget, wie man dort immer man wieder gerne behauptet, dann warum sich hinter unsere Feinde und gegen uns stellen? Warum Absprachen brechen, warum unsere militaerischen Faehigkeiten beschaedigen, warum Hamasfreunden mit Geld ueberhaeufen? Ist jetzt anstatt unserem ‘Existenzrecht’, das ‘Recht auf Terrorfinanzierung’ zur deutschen Staatsraeson erwachsen? Anstatt unserer Sicherheit, das Wohlergehen der Hamas?

Ich kann mich nicht erinnern, dass der feindliche Zynismus einer deutschen Regierung  je so hoch gegen Israel wie jetzt: Uns mit der Aufkuendigung einer wichtigen militaerischen Bestellungen zu drohen, weil wir Wohnungen in Jerusalem bauen und uns auch noch gegen natioanle Interessen zu zwingen einem antisemitischen Buednis unserer Feinden Gelder (zu unserer Vernichtung) in die Hand zu geben – einfach atemberaubend…

Ja, klar, es stimmt schon, die deutsche Regierung reiht sich damit in eine internationale und natuerlich auch historische Mode, Juden das Wohnen in ihrer heiligsten Stadt verbieten zu wollen und es alle kriminelle Tat hinzustellen.

Und ja, in der sich schnell islamisierenden und radikalisierenden antisemitischen arabischen Welt, wo Deutschland ohnehin schon einen ‘Holocaustbonus’ geniessen kann, lassen sich so Tueren oeffnen und Absatzmaerkte schaffen.

Aber eins geht nicht, liebe deutsche Regierung: Auf zwei Hochzeiten tanzen.

Deutschland muss Farbe bekennen

Seien sie ehrlich – mit sich selbst, mit der deutschen Bevoelkerung und mit uns. Sagen Sie wo sie stehen – auf der Seite Israels oder der Seite unserer Vernichter. Es steht ihnen frei sich fuer die antiisraelische Internationale ins Zeug zu schmeissen, nur seien sie ehrlich. Und wenn Sie uns gegen unsere Sicherheit und Interessen erpressen wollen und die Hamas gerne hofieren, finanzieren etc. wollen, dann sagen sie das offen. In dem Falle, stehen sie zur Feindschaft zum juedischen Staat, zur Ungunst, wenn Juden selbstbestimmt ihrem kleinen Staat errichten, selbstbestimmt verwalten, selbstbestimmt verteidigen, wenn sie wachsen, florieren und erfolgreich sind. Seien sie ehrlich und hoeren sie auf, auf der einen Seite ihr historisches Gewissen mit Phrasen von Freundschaft, Verwantwortung und ‘besonderen Beziehungen’ zu erleichtern und sich toll und ‘judenfreundlich’ zu fuehlen und uns auf der anderen Seite das Messer in den Ruecken stechen bzw. uns die Haende zu binden und es Ihren ‘palaestinensischen Freunden’ in die Haende zu legen – am besten noch per Zwang durch uns.

Frau Merkel muss sich entscheiden – Freund Israels oder Schuetzenhilfe derjenigen, die den naechsten Holocaust planen. Und wenn es zweiteres ist, dann sagen sie das und hoeren sie auf zu heucheln, dann kann sich Israel entsprechend einrichten und bestellt nicht weiter U-Boote bei angeblichen Freunden, die im entscheidenen Moment die Auslieferung davon abhaengig machen, ob wir in der juedischen Hauptstadt Wohnungen fuer Juden bauen oder dass wir doch gefaelligst unseren Feinden die Mittel nicht streichen. Reicht es nicht schon, dass sie die Iraner mit grossen Geschaeften und Technologie bei der Stange halten, und eventuelle militaerische Operationen gegen deren Holocaustbombe kategorisch(!) ausschliesen – ich erinnere an Herr Westerwelles iranischen ‘Blankocheque’, der auch entsprechend von der iranischen Staatspresse gefeiert wurde (Titel: “Deutschland wiederholt heftigen Widerstand gegen die antiiranische Rhetorik der USA und Israel“).

Israel braucht Freunde, keine Heuchler und Beinsteller. Und wenn sie das sind, dann nehmen sie doch bitte den Titel ‘Freund’ aus dem Mund.

Und nochwas, liebe deutsche Regierung: Wenn sie sich schon im Nahostkonflikt verheddern, gleichzeitig behaupten unser Freund zu sein und unsere Feinde auf Haenden tragen, es Juden und Arabern/Moslems zu gleich recht machen wollen, und ihnen das alles zu viel wird, dann halten Sie sich doch einfach raus.

Mehr wert als ein Gefasel von ‘historischer Verantwortung’, die dann im Enddefekt so ausgelegt wird, dass dafuer verantwortlich ist, die Juden schoen an die Leine zu nehmen, damit sie sich nicht zu effektiv gegen ihre Vernichter wehren koennen, ist ein Deutschland, das sich raushaelt.

Wenn das die ‘historische Verantwortung’ und ‘besondere Beziehung’ ist, dann kann sie Israelis und Juden gestohlen bleiben. Oder noch besser: Lassen Sie alle historischen Gewissensspiele in jegliche Richtung draussen und seien Sie einfach ‘a Mensch’, hoeren auf Terroristen zu unterstuetzen und bevorzugen Sie Demokratien ueber islamistische und menschenverachtende Regime.

Seien Sie nicht unser ‘Freund’, sondern Freund der Rationalitaet und Menschlichkeit – das waere doch mal ein Anfang…

Arabischer Frühling oder Aufschwung des Islamismus?

Posted in Extremismus, Gaza, Islam, Israel, Religion on 8. November 2011 by derwille

Von Benny Morris

Die Aufstände in Tunesien und Ägypten Anfang 2011 lösten eine Welle des Aufruhrs in der arabischen Welt aus, die schnell als „arabischer Frühling“ bezeichnet wurde. Enthusiasten im Westen huldigten der neugewonnen Freiheit eines großen Teils der Menschheit, der jahrhundertelang in despotischer Dunkelheit leben musste. Doch in fünfzig oder hundert Jahren sehen die Historiker die Ereignisse in Teheran 1979 (die islamische Revolution, die den Schah stürzte) vielleicht als den wahren Auslöser des so genannten Frühlings. Der Wahlsieg der islamistischen Hamas bei den Wahlen 2006 und die bewaffnete Übernahme des Gazastreifens durch eben jene Organisation im folgenden Jahr könnten als weitere Wegmarken auf demselben Pfad verstanden werden.

Denn die Entwicklungen der vergangenen Wochen haben eine klare Botschaft gesendet: Dass das wichtigste Resultat des „arabischen Frühlings“ – zumindest kurz- und mittelfristig, und ich befürchte ebenfalls auf lange Sicht – eine beschleunigte Islamisierung der arabischen Welt ist. Im Maschriq – den östlichen arabischen Ländern, einschließlich Syrien, Saudi-Arabien und Irak – ist noch nichts entschieden (obwohl die jüngsten Ereignisse in den palästinensischen Gebieten und Jordanien nicht unbedingt Mut machen). Doch im Maghreb – den westlichen arabischen Ländern von Ägypten zur Atlantik-Küste – ist die Entwicklung offensichtlich.

In Tunesien hat die islamistische al-Nahda Partei bei den ersten freien Wahlen des Landes klar gewonnen und damit 90 der 217 Sitze in der Versammlung inne, die in den kommenden Monaten die politische Zukunft des Landes planen soll. Spekulationen darüber, ob die Partei „moderat“ islamistisch sei, wie ihr Führer Rachid Ghannouchi stets betont, oder ob sie durch eine schleichende Islamisierung letztlich die Scharia über Tunesien verhängen will, sind nebensächlich. Die Islamisten haben gewonnen, mühelos und entgegen aller anfänglichen Vermutungen, in einem Land, das als das „westlichste“ und säkularste Land in der arabischen Welt galt. Religions- und Gedankenfreiheit sind nicht unbedingt Grundlagen der islamistischen Ideologie und es sei dahingestellt, ob die tunesische „Demokratie“ diese Wahl überleben wird.

Östlich davon, in dem tribalen Trümmerhaufen Libyen, scheinen die islamistischen Gruppierungen als stärkste Kraft aus dem Untergang des Gaddafi-Regimes hervorzugehen. In den kommenden Wochen und Monaten sehen wir höchstwahrscheinlich eine Entwicklung hin zu Wahlen, bei denen die Islamisten einen weiteren Sieg davontragen werden.

Das gleiche entsteht aus dem weitaus wichtigeren Aufstand in Ägypten, dem östlichen Nachbarn Libyens, das mit seinen 90 Millionen Einwohnern das demographische, kulturelle und politische Zentrum der arabischen Welt darstellt und häufig als Indikator für die dortigen Entwicklungen dient. Das brutale Vorgehen gegen koptische Christen, die gegen die Zerstörung einer Kirche demonstrierten, war wie ich befürchte, nur ein Vorgeschmack auf die Dinge, die noch kommen werden. Alle Meinungsumfragen prognostizieren, dass die islamistische Muslimbruderschaft – die für die Anwendung der Scharia und die Zerstörung Israels eintritt – als die stärkste politische Partei des Landes aus den Parlamentswahlen im nächsten Monat hervorgehen wird, vielleicht sogar mit einer klaren Mehrheit.

Die Halbinsel Sinai, die an Israel und den Gazastreifen grenzt, ist nach dem Fall Mubaraks zu einer gesetzlosen, von Islamisten beherrschten Region geworden. Das ägyptische Gesetz gilt höchstens noch in den nord-östlichen (El Arish-Rafah) und süd-östlichen (Sharm el-Sheikh) Randgebieten. Das Innere der Halbinsel befindet sich mittlerweile fest im Griff von Islamisten und bewaffneten beduinischen Schmugglern. Der Sinai hat sich zu einem der zentralen Außenposten für den iranischen Waffenschmuggel in den von der Hamas kontrollierten Gazastreifen entwickelt.

Für mehrere Monate wurden die Gaslieferungen aus Ägypten nach Israel (und Jordanien) unterbrochen, da das Militär nicht in der Lage war, die Sabotage-Akte durch Islamisten und Beduinen zu unterbinden. Die Unterbrechung der Gas-Exporte – letztendlich eine Verletzung internationaler Handelsabkommen durch Ägypten – bedeutet, dass Israel hunderte Millionen Dollar für Flüssigbrennstoff ausgeben musste, um sein Elektrizitätsnetz am Laufen zu halten. (…)

Die Stoßrichtung ist klar. Nach dem Austausch zur Freilassung von Gilad Shalit zwischen Israel und der Hamas könnte die Region weiter auf gewalttätige Zeiten zusteuern. Diese Gewaltzunahme wäre fester Bestandteil der sich ausbreitenden Islamisierung der Region – sowohl in Bezug auf den antizionistischen islamistischen Ethos als auch die konkreten Entwicklungen vor Ort wie beispielsweise massive Waffenschmuggel-Operationen, die dem Fall Gaddafis folgten. Insofern hat der arabische Frühling sowohl Islamisierung als auch Chaos gebracht (und die Islamisierung profitiert stark von dem Übergangschaos). Gewöhnliche Schmuggler arbeiten mit Islamisten zusammen, um Gaddafis Waffenvorräte zu plündern, und die Schwarzmärkte für Waffen sind überflutet mit Grad-Raketen und relativ fortschrittlichen Flugabwehr-Raketen. Israelische Geheimdienstquellen berichten, dass viele dieser Waffen vor Kurzem ihren Weg über die Sinai-Halbinsel in den Gazastreifen gefunden haben. Eine Flugabwehr-Rakete wurde kürzlich bei einem Gefecht an der israelischen Grenze zum Sinai auf einen israelischen Hubschrauber abgefeuert.

All diese Entwicklungen deuten auf einen Trend im Nahen Osten hin, der weit von dem entfernt ist, was sich viele westliche Idealisten erhofft haben, als sie den Begriff „Arabischer Frühling“ prägten. Dieser Trend könnte weltweit schwerwiegende Veränderungen der Beziehungen zwischen dem Westen und der muslimischen Welt nach sich ziehen.

„Washington Post“-Kommentar: „Palästinenser wollen nur vorläufige Lösungen“

Posted in Gaza, Islam, Israel on 12. Oktober 2011 by derwille

WASHINGTON (inn) – Die Palästinenser sind nicht an endgültigen Verträgen mit Israel interessiert, sondern streben nur nach vorläufigen Abmachungen. Diese Ansicht vertritt der Kolumnist Charles Krauthammer in der „Washington Post“.

Krauthammer wendet sich gegen die weit verbreitete Behauptung, Frieden in Nahost sei unmöglich, „da Israels derzeitige Hardliner-Likud-Regierung sich weigert, einen palästinensischen Staat anzuerkennen und weiter Siedlungen baut“. Dazu schreibt er: „Es ist bemerkenswert, wie diese schwerwiegende Verdrehung der Wahrheit zur gängigen Meinung wurde. In der Tat hat Netanjahu seine vom Likud geführte Koalition von der offenen Anerkennung eines palästinensischen Staates überzeugt und somit Israels ersten nationalen Konsens in der Zwei-Staaten-Lösung geschaffen. Er ist ebenso der erste Premierminister, der einem Siedlungsmoratorium zugestimmt hat – zehn Monate – etwas, das keine Avoda- oder Kadima-Regierung jemals getan hat.“ Doch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas habe erst nach neun Monaten Gespräche aufgenommen und sie nach Ablauf des Moratoriums sofort wieder eingestellt.

Ferner weist der Kolumnist darauf hin, dass die von Abbas geforderten Vorbedingungen für Verhandlungen mit Israel den bisherigen Abkommen widersprächen. So habe der Palästinenserpräsident betont, „dass er die Friedensverhandlungen weiter boykottieren wird, solange Israel nicht – bereits im Vorfeld – jedweden Anspruch auf Gebiete hinter den Waffenstillstandslinien von 1949 („Grüne Linie“) aufgibt. Das bedeutet beispielsweise, dass das jüdische Viertel in der Jerusalemer Altstadt palästinensisches Gebiet wäre. Diese Forderung ist nicht nur absurd, sie verletzt auch sämtliche vorherigen Friedensabkommen, die alle festlegen, dass solche Forderungen das Thema von Verhandlungen sein sollen, nicht deren Vorbedingung“.

In seinem Artikel „Land ohne Frieden: Warum Abbas zu den UN gegangen ist“ fasst Krauthammer zusammen, wie die Palästinenser dreimal weitreichende israelische Angebote abgelehnt haben. Er nennt das Treffen in Camp David von 2000, den „Clinton-Parameter“ von 2001 und Ehud Olmerts Vorschlag von 2008. Doch der 2004 verstorbene Palästinenserführer Jasser Arafat und sein Nachfolger Abbas hätten alles abgelehnt – sonst wäre der palästinensische Staat längst Mitglied der UNO. Den Grund für die Weigerung sieht der Autor hierin: „Weil eine Zustimmung bedeuten würde, dass sie ein endgültiges Friedensabkommen schließen müssten, welches den jüdischen Staat auf ‚angestammtem muslimischen Boden‘ anerkennt.“

Für Krauthammer ist „endgültig“ ein Schlüsselwort: „Die Palästinenser sind darauf vorbereitet, vorläufige Übereinkünfte zu unterzeichnen, so wie Oslo. Rahmenabkommen wie Annapolis. Waffenruhen wie das Waffenstillstandsabkommen von 1949. Alles, außer einem endgültigen Vertrag. Alles, außer einem endgültigen Friedensvertrag. Alles, außer einem Vertrag, der den Konflikt ein für alle Mal beendet – während der jüdische Staat noch existiert.“

Abbas habe am 23. September vor der UN-Vollversammlung gesprochen, weil er Land ohne Frieden, Souveränität ohne Anerkennung des jüdischen Staates und Eigenstaatlichkeit ohne Verhandlungen wolle, meint der Kolumnist. Doch die israelischen Erfahrungen aus den Jahren 2000 im Libanon und 2005 im Gazastreifen hätten gezeigt, dass die Aufgabe von Land ohne Verhandlungen den Israelis nur Krieg bringe. „Israel ist darauf eingestellt, Land abzugeben, aber nie wieder ohne Frieden. Einen endgültigen Frieden“, merkt Krauthammer an. Und kommt zu dem Schluss: „Land ohne Friedensabkommen ist nichts weiter als eine Einladung zum nationalen Selbstmord.“

WILLE: Nicht ein Millimeter Land ist an den Arabern zu verschenken. Die haben viel zu viel bekommen, und sind noch undankbar; Typisch Araber….

Kurzer Nachtrag und weitere Details zu den Anschlägen aus dem Sinai und Kommentar zu Ägypten – Israelische Hubschrauber hatten ägyptisches Territorium NICHT beschossen…

Posted in Extremismus, Gaza, Israel on 4. Oktober 2011 by derwille

Ulrich J. Becker, Jerusalem,

In den israelischen Nachrichten des 10. Kanals wurden Piloten einer israelischen Apache-Kampfhubschraubereinheit interviewt, die am Einsatz gegen die ägyptischen Terroristen aus dem Sinai Mitte August teilgenommen hatten.

Damals forderten die Ägypter sofort nach dem Vorfall eine Entschuldigung von Israel und gaben an, Israel hätte fünf seiner Grenzschützer getötet – angeblich durch den
Beschuss von Kampfhubschraubern über die Grenze. Diese Behauptungen wurden auch bei der Botschafterstürmung instrumentalisiert und von deutschen und anderen
Medien als der – wohl ‘verständliche’ – Grund für die ägyptische Wut überall verbreitet.

Mittlerweile stellte sich nicht nur heraus, dass sämtliche Terroristen des Anschlags ägyptische Staatsbürger (und keine ‘Palästinenser’ aus Gaza) waren, sondern die Apache-Piloten geben in den Interviews jetzt auch an, dass es ausgeschlossen sei, dass ein israelischer Hubschrauber überhaupt in dem Einsatz das Feuer auf irgendwen eröffnete
– schon gar nicht über die ägyptische Grenze.

Ja, die Piloten berichtet sogar Dinge, die ich als rechter Israeli für einen Skandal halte: Sie sollten die israelischen Soldaten am Boden in ihrem Kampf gegen die Terroristen
zwar “unterstützen, aber schießen – auf gar keinen Fall!

“Wir vermeiden es sehr, sehr, dort Feuer einzusetzen. Vermeiden es sehr! […] Wegen der Sensibilität. […] Ägypten ist ein Friedensland. […] Wir schießen nicht. In unserem Briefing beim Abflug, wo uns erklärt wurde, was in etwa vor sich geht, wurde vom Einsatzleiter festgelegt: ‘Bei diesem Einsatz wird nicht geschossen!‘ […] (Zur Frage, ob es ganz sicher sei, dass die Kampfhubschrauber keinen Ägypter verletzt haben:) Klipp und klar, nein! […] Ich bin mir nicht sicher, ob die Toten überhaupt von unseren Kräften verursacht wurden.”

So sieht’s also aus und es ist eine Art Gleichnis für unser Handeln und die internationalen Beschuldigungen: Wir vermeiden von vorne herein, jede möglich problematische Verletzung, versetzten die Leben unsere eigenen Soldaten in größere Gefahr, um ja nicht als Böser dazustehen, während die andere Seite sich in nichts darum schert, sondern
im Gegenteil es als rücksichtlosen Angriff unsererseits wertet und die Weltpresse es auch so weiterverbreitet.

Unsere Kampfhubschrauber flogen dort rum, um ein Auge den Soldaten am Boden zu sein und beschossen die Terroristen nicht – aus Rücksicht vor den Ägyptern, die ihrerseits mindestens fahrlässig wenn nicht mutwillig an diesem Anschlag in verschiedenen Ebenen mitwirkten.

Wer, frage ich mich, sollte sich in einer gerechten Welt, hier bei wem entschuldigen?

Weitere Details:

Aber lassen wir das. Hier noch ein paar weitere Details:

Israel erwartet immer noch einen ähnlichen weiteren Angriff von einer Terrorgruppe, die sich bereits im Sinai befindet. Und warum auch nicht: Der Angriff war aus Terroristensicht einigermaßen erfolgreich und sollte einen Wiederholungsversuch nach sich ziehen:

Die Israel können kaum was machen und nehmen Rücksicht auf Ägypten, welches wiederum bei einem Vorfall einen willkommen Anlass finden kann, die Beziehungen zu Israel weiter zu verschlechtern ohne international schwer unter Druck zu kommen, und die Israelis sind auch noch so nett per Fernsehen allen Terroristen mitzuteilen:

Ja, wir können und werden euch nicht auf der ägyptischen Seiten beschießen und verfolgen. Na dann – das nenn ich gekonnte Abschreckung. Und sowieso: Wenn die Ägypter immer wieder hören, wie weit wir bereit sind, gegen unsere Interessen zu gehen, nur um sie bei Laune zu halten (die zufälligerweise aber schon von vornherein antiisraelisch ist), dann können sie das nächste mal ja noch frecher und angriffslustiger vorgehen… (Es scheint mir manchmal wirklich, dass man nicht recht versteht, wie seine Nachbarn denken…)

Der Angriff galt der israelischen Straße 12. Diese wurde kurz danach vorübergehend für zivilen Verkehr geschlossen, ist aber lange wieder offen. Nur gibt es jetzt eine Richtlinie, dass alle Israelis (vor allem Sicherheits- und Regierungsmitarbeiter) mit einer hohen Geheimhaltung/Vertrauensstufe diese Straße bei Fahrten nach oder von Eilat nicht mehr benutzten dürfen, da man im Falle einer eventuellen Entführung befürchten muss, dem Feind könnten so sensible, geheime Informationen in die Hände fallen.

Ich frage mich, ob
es direkt damit zu tun hat, dass einer der Opfer der Anschlagsserie – Josef Levy – ein wohl hoher Mitarbeiter der israelischen Militärhightech Firma Elbit war. Hätten die
Terroristen ihn in den Sinai verschleppt, gefoltert und ausgefragt, hätte sowas eventuell strategischen Schaden für Israel bedeuten können…

Und dann war da noch ein mehr oder weniger kaum in den Medien besprochener Vorfall von ‘friendly fire’ dem der Golani Offizier Mosche Naftali zum Opfer fiel. Jedijot
Achronoth brachte jetzt eine grösser Geschichte dazu und daraus ging hervor, dass Naftali ein geschätzter Kommandant in der Panzerabwehrabteilung von Golani war und als erster aus dem Jeep in Richtung Terrorist stürmte, Deckung nahm und hinter ihm andere der fünf Soldaten aus dem Seew (und nicht, wie ursprünglich berichtet aus einem Hammer) sprangen.

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Israelischer Seew (Zeev) Schützenpanzer

Es war auch in diesem Artikel relativ neblig darum, wie der Kampf nun genau vor sich ging, aber soweit ich verstehe, nahm Mosche Naftali wohl seinen Kopf (zur falschen
Zeit?) aus der Deckung (zum Befehle geben?), als einer seiner Freunde und Mitkämpfer hinter ihm in Deckung liegend auf den Terroristen schoss und er so eine der Kugeln genau in den Nacken bekam und sofort tot war.

Den Eltern von Mosche Naftali war es wichtig mit dem Soldaten, der ihn erschoss, Kontakt aufzunehmen und ihm mitzuteilen, dass sie keinerlei Wut auf ihn haben oder ihm
die Schuld geben. Der Soldat ist weiter im Einsatz und man überlegt ihn zum Offizier zu befördern – besonders auch wegen dem schwere ‘Päckchen’, dass er nach diesem schweren Vorfall mit sich rumzuschleppen hat – er sollte ein sehr verantwortungsbewusster Offizier werden.

Und dann ist da noch die Geschichte mit Ilan Grapel

Dieser ehemalige israelische Soldat, und anscheinend begeisterter Freund der arabischen Kultur, war von den Ägyptern unter Vorwurf, ein Mossadspion zu sein, festgenommen und wird seit Wochen in Ägypten festgehalten, seine Haftzeit wird immer wieder verlängert. Er ist auch amerikanischer Staatsbürger, so dass Amerika auch ganz offiziell hauptsächlich sich dem Fall angenommen hat.

Ja, jetzt soll er wohl bald freikommen, aber auch dieser Fall zeigt, dass wir es heute mit einem ganz anderen und sehr viel feindlicheren Ägypten als unter Mubarak zu tun haben.

Zum einen weigern sich die Ägypter ganz offenbar Probleme und Konflikte mit Israel direkt durchzugehen und eine kreative Lösung zu finden, sondern Israel kann wohl nur
noch über Amerika etwas in Kairo bewegen – sei es bei der Botschaftserstürmung oder bei Grapel.

Es ist wieder der amerikanische Verteidigungsminister Panette der in die Bresche springen muss: Morgen wird er bei uns in Israel erwartet und nach Besprechungen fliegt er dann gleich nach Kairo weiter.

Wie in Israel jetzt berichtet wurde, soll es dabei um nichts weniger, als einen Gefangenaustauschgendeal gehen. Ja, nicht nur von der Hamas und der Hisb’Allah lässt sich Israel zum Austausch von Terroristen mit entführten Israelis unter Druck setzten, sondern jetzt auch Ägypten, das Neueinsteiger in diesen normalerweise von Terrorgruppen belegten Zweig offen einsteigt. (Vielleicht um die antisemitischen Massen zu Hause zu beeindrucken?) Demnach soll Israel mehrere ungenannte ägyptische Gefangene (die da sicherlich nicht umsonst sitzen) für den jungen Reise- und Araberfreund austauschen und der ‘Deal’ nächste Woche über die Bühne gehen.

Traurig, aber Ägypten, Hamas und Hisb’Allah spielen zumindest auch in diesem Punkt jetzt in der gleichen Liga…

So weit erst mal in Sachen Ägypten…